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Was ist eigentlich ‘Vibe Coding’?

Was der Trend Vibe Coding eigentlich ist und wie du KI für deinen Einstieg in Tech nutzen kannst.

August 27, 2025

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Du hast Lust, ein digitales Produkt wie eine App oder eine Website ins Leben zu rufen, hast aber noch keine Erfahrung im Programmieren oder weißt du einfach nicht, wo du anfangen sollst? Dann lies unbedingt weiter, denn in diesem Artikel beschreibe ich, wie du ohne auch nur eine einzige Zeile Code schreiben zu müssen, deine Idee realisieren kannst.

Vibe Coding

In den letzten Monaten ist dir vielleicht ein Begriff aufgefallen, der immer häufiger verwendet wird und verspricht, die Barrieren zum Programmieren radikal zu senken: Vibe Coding. Klingt nach Party? Ist aber tatsächlich ein Ansatz, der die Art, wie wir Software entwickeln, verändern könnte und besonders spannend für alle, die bisher vor dem Einstieg ins Programmieren zurückgeschreckt sind.

Vibe Coding beschreibt das Erstellen von Full-Stack-Anwendungen, indem man einfach in natürlicher Sprache beschreibt, was die Anwendung tun soll und ein KI-gestütztes Tool setzt es direkt um. Statt selbst Buttons zu platzieren, Datenbanken einzurichten oder Funktionen zu programmieren, sagst du zum Beispiel: „Erstelle eine To-Do-App mit drei Kategorien, synchronisiert zwischen Handy und Laptop, mit Erinnerungsfunktion.“

Wenige Sekunden später steht ein funktionsfähiger Prototyp bereit. Der Begriff hat vor allem durch Plattformen wie Replit, Lovable oder Cursor an Aufmerksamkeit gewonnen. Dort kombiniert die Entwicklungsumgebung KI-Modelle mit einer einfachen Benutzeroberfläche, die Code nicht mehr zur Hürde, sondern zur optionalen Ergänzung macht. Für erfahrene Entwickler*innen bedeutet das schnellere Prototypen. Für Einsteiger*innen heißt es: keine Angst mehr vor der ersten Codezeile.

Was Vibe Coding so besonders macht, ist die Art, wie es den kreativen Prozess verändert. Statt dich erst durch Tutorials und Fachbegriffe zu graben, kannst du deine Idee direkt umsetzen, fast wie beim Brainstorming mit einer kreativen Partnerin. Die KI kümmert sich um den technischen Unterbau, du bestimmst die Richtung. Wenn du willst, kannst du später tiefer einsteigen und den generierten Code anpassen. Aber du musst es nicht. Gerade für Personen, die bisher wenig Berührungspunkte mit IT hatten, ist das eine Chance: Du kannst ohne Vorwissen testen, ob dir App-Entwicklung oder Web-Entwicklung Spaß macht. Du siehst sofort Ergebnisse und entwickelst ein Gefühl dafür, wie digitale Produkte entstehen.

Wie du anfangen kannst

Der Einstieg ins Vibe Coding ist erstaunlich unkompliziert. Alles, was du brauchst, ist ein Account bei einer Plattform, die diesen Ansatz unterstützt. Replit ist super für kleinere Anwendungen, Lovable ist beliebt für Web-Produkte und Cursor ist ein guter Startpunkt wenn es ein größeres Projekt werden soll. Aber auch andere Tools experimentieren mit dieser Art der Entwicklung, probier einfach aus, was dir liegt und Spaß macht.

Starte mit einer klaren, kleinen Idee. Überlege dir genau, welche Funktionen deine App haben soll und wie Nutzer*innen damit interagieren. Beschreibe diese Idee so präzise wie möglich in einem einfachen Satz. Die Plattform erstellt dir daraufhin einen ersten Prototyp, den du sofort testen kannst. Von dort aus kannst du weiter verfeinern: zusätzliche Funktionen hinzufügen, Design anpassen, oder dich langsam in den zugrunde liegenden Code einarbeiten. Das Schöne daran: Du entscheidest, wie tief du eintauchst.

Worauf du achten solltest

So mächtig Vibe Coding auch ist, es hat Grenzen. KI verarbeitet zwar erstaunlich gut, was du möchtest, aber nur, wenn du es klar und strukturiert formulierst. Unklare Beschreibungen führen oft zu Ergebnissen, die nicht deiner Vorstellung entsprechen. Zudem ist es hilfreich, ein Grundverständnis dafür zu entwickeln, wie Apps funktionieren: Welche Daten werden wo gespeichert? Wie kommunizieren verschiedene Teile der Anwendung? Selbst wenn die Plattform den Code für dich schreibt, hilft dir dieses Wissen, bessere Anweisungen zu geben und Probleme im Code zu vermeiden. Auch wichtig: Denke an Datenschutz und Sicherheit. Wenn deine App Nutzerdaten verarbeitet, solltest du wissen, welche Standards eingehalten werden müssen. Hier kann es sinnvoll sein, sich früh zu informieren oder Unterstützung zu holen.

Vielleicht ist das Spannendste am Vibe Coding, dass es die alte Trennung zwischen „Techniker*innen“ und „Ideengeber*innen“ aufweicht. Wer eine Vision hat, kann sie umsetzen, ohne erst programmieren zu lernen. Und wer weiß: Vielleicht wird dein nächstes IT-Projekt nicht nur ein Prototyp, sondern der Start in eine ganz neue Karriere.

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